Kurz gesagt: Asbest steckt zum Beispiel in Fliesenkleber, Bodenbelägen, Putz, Wellplatten und Leichtbauplatten. Der BAG-Flyer nennt vor allem Gebäude, die in den 1950er bis 1970er Jahren erstellt oder renoviert wurden. Ob ein Material wirklich Asbest enthält, zeigt erst das Labor.

Häufige Materialien
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Dach und Fassade | Dach- und Fassadenschiefer, grossformatige Platten, Wellplatten |
| Garten | Blumenkisten, Gartenmöbel, Velounterstände |
| Boden | Bodenbelagsplatten aus PVC, Bodenbelagsbahnen, dreischichtige Boden- und Wandbelagsbahnen |
| Bad und Küche | Fliesenkleber |
| Wände und Decken | Putz, Spritzbeläge, Akustikplatten, Leichtbauplatten als Brandschutz |
| Technik | Mörtel bei Rohrisolationen, Elektrotableaus, Brandabschottungen, Schnüre, Matten, Kissen |
| Fenster | Asbestpappe, z. B. unter Fensterbrettern |
Fest gebunden oder schwach gebunden
Das BAG unterscheidet Produkte, in denen die Fasern fest gebunden sind, und solche mit schwach gebundenen Fasern. Laut Flyer besteht bei fest gebundenen Produkten ohne Beschädigung keine unmittelbare Gefährdung, beim Bohren oder Schleifen aber schon. Bei anderen Produkten wie Leichtbauplatten oder Spritzasbest können schon Vibrationen Fasern freisetzen.
Warum Hinschauen nicht reicht
Die Suva schreibt: Ob ein Material Asbest enthält, lässt sich nicht mit blossem Auge feststellen. Darum ist diese Liste nur eine Hilfe, um Fragen zu stellen, keine Diagnose.
Quellen
- BAG: Vorsicht bei bestimmten Bauprodukten (Flyer)
- BAG: Asbest im Haus (Broschüre)
- Suva: Kann man Asbest mit blossem Auge erkennen?
- Suva: Asbestsanierungen melden
Abgerufen am 4. November 2026. Keine Rechtsberatung, verbindlich sind die genannten Stellen.